Barrierefreies PDF: Beispiel mit Vorher und Nachher an einem Produktdatenblatt
Veröffentlicht am 1. November 2026
Ein barrierefreies PDF erkennen Sie an fünf Dingen: einem Titel, einer festgelegten Sprache, einem Tag-Baum, der jeden Inhalt in der Lesereihenfolge mit dem passenden Etikett führt, Alternativtexten für Bilder und Tabellen mit ausgezeichneten Kopfzellen. Unten sehen Sie das an einem einseitigen Produktdatenblatt durchgespielt, einmal so, wie es oft aus dem Layout kommt, und einmal so, wie es sein soll, mit Tag-Baum, Prüfergebnis und dem, was ein Screenreader vorliest.
Was PDF/UA ist und welche PDFs in Ihrem Shop betroffen sind, steht im Überblick PDF/UA im Onlineshop. Dieser Artikel ist das Anschauungsstück dazu: Sie legen Ihr eigenes PDF daneben und vergleichen. Die Handgriffe selbst beschreiben die Anleitungen, auf die wir an den passenden Stellen verweisen.
Wichtig zum Lesen: Das Datenblatt, seine Werte und die Vorlesetexte sind ein von uns gebautes Beispiel, kein Messprotokoll einer echten Datei. Die Prüfpunkte stammen wörtlich aus dem Matterhorn-Protokoll 1.1 der PDF Association. Die Seiten der PDF Association lehnten am 01.11.2026 den direkten Abruf ab (Fehler 403); wir haben sie über das Internet Archive gelesen und verlinken diese Snapshots.
Das Beispieldokument
Ein Shop verkauft einen Wasserkocher und bietet dazu ein einseitiges Datenblatt als PDF an. Auf der Seite stehen:
- oben links das Firmenlogo, darunter eine Trennlinie;
- die Überschrift „Wasserkocher K1, 1,7 Liter“;
- links ein Produktfoto, darunter die Zwischenüberschrift „Ausstattung“ und eine Aufzählung mit drei Punkten;
- rechts daneben die Zwischenüberschrift „Technische Daten“ und eine Tabelle mit den Spalten „Merkmal“ und „Wert“ (Fassungsvermögen 1,7 Liter, Leistung 2200 Watt, Kabellänge 0,8 Meter; alle Werte erfunden);
- unter beiden Spalten die Zwischenüberschrift „Sicherheitshinweise“ mit einem Absatz;
- ganz unten die Fußzeile „Seite 1 von 1“.
Sehende Leser erfassen diese Seite in Sekunden. Ob ein Screenreader das auch kann, hängt allein an der unsichtbaren Ebene darunter.
Vorher: was in der Datei steckt
So oder ähnlich sieht es aus, wenn das Layout Überschriften nur fett setzt, Spalten als lose Textrahmen baut und beim Export nichts zur Barrierefreiheit eingestellt wird. Die Universität Potsdam warnt in ihren Hinweisen zu PDF: „Bei dem Drucken im PDF-Format gehen Informationen der Barrierefreiheit verloren.“ Ganz ohne Tags wäre der Baum leer; unser Vorher-Beispiel hat Tags, aber falsche.
Dokumenteigenschaften vorher:
| Eigenschaft | Vorher |
|---|---|
| Titel | leer; das Fenster zeigt den Dateinamen, etwa „datenblatt_k1_final2.pdf“ |
| Sprache | nicht festgelegt |
| Fenster zeigt Titel statt Dateiname | nicht eingestellt |
| PDF/UA-Kennung | fehlt |
Tag-Baum vorher (eingerückt heißt: liegt darunter):
Sechs Fehler stecken darin: Überschriften sind nur Absätze (P), die rechte Spalte kommt vor der linken, das Logo und die Seitenzahl sind als Inhalt getaggt, beide Bilder haben keinen Alternativtext, die Tabelle hat nur Datenzellen (TD) und die Aufzählung ist keine Liste.
Nachher: derselbe Inhalt, richtig ausgezeichnet
Dokumenteigenschaften nachher:
| Eigenschaft | Nachher |
|---|---|
| Titel | „Datenblatt Wasserkocher K1“ |
| Sprache | Deutsch (de-DE) |
| Fenster zeigt Titel statt Dateiname | eingestellt |
| PDF/UA-Kennung | vorhanden |
Tag-Baum nachher:
Was sich geändert hat und warum:
- Überschriften als H1 und H2: Das W3C beschreibt das in Technik PDF9. Laut Matterhorn-Protokoll ist ein Fehler, wenn die erste nummerierte Überschrift nicht H1 ist (14-002) oder Ebenen übersprungen werden (14-003).
- Linke Spalte vor der rechten: Adobe schreibt in der Hilfe zum Erstellen barrierefreier PDFs (Snapshot vom 9. März 2026): „Sprachausgabeprogramme folgen beim Lesen von Tags der Reihenfolge der Baumstruktur“. Welche Spalte zuerst kommt, ist eine inhaltliche Entscheidung. Unsere Einschätzung: Foto und Ausstattung zuerst, weil die Überschrift das Produkt vorstellt.
- Logo und Seitenzahl als Artefakt: Kopf- und Fußzeilen müssen laut Matterhorn-Protokoll als Paginierungs-Artefakte (pagination artifacts) markiert sein (18-001). Dass das wiederkehrende Logo hier Schmuck ist, ist unsere Einschätzung; trägt Ihr Logo eine Information, die sonst nirgends steht, bleibt es eine Abbildung mit Alternativtext. Das W3C zeigt Artefakte in Technik PDF4.
- Alternativtext am Produktfoto: Laut Technik PDF1 muss der Text nicht das Aussehen beschreiben, aber „must convey the same meaning as the image“, also dieselbe Bedeutung vermitteln.
- Kopfzellen mit Scope: Laut Matterhorn-Protokoll braucht jede Kopfzelle (TH) in einer Tabelle ohne Headers-Verweise ein Scope-Attribut (15-003). Column gilt für die Spalte darunter, Row für die Zeile daneben. Den Aufbau aus Table, TR, TH und TD beschreibt Technik PDF6.
- Liste statt Absätze: Aufbau nach Technik PDF21; das Aufzählungszeichen steht in Lbl, der Text in LBody.
- Titel und Sprache: Den Titel und die Einstellung, dass das Fenster ihn anzeigt, beschreibt Technik PDF18, die Sprache Technik PDF16. Dort heißt es: „Screen readers can load the correct pronunciation rules.“ Ohne Sprachangabe kann der Screenreader also mit falschen Ausspracheregeln lesen.
Was ein Screenreader vorliest: vorher und nachher
Beispiel, sinngemäß. Was genau angesagt wird, hängt vom Screenreader, vom PDF-Programm und von den Einstellungen ab. Die Reihenfolge folgt dem Tag-Baum oben.
| Stelle | Vorher (Beispiel) | Nachher (Beispiel) |
|---|---|---|
| Öffnen | „datenblatt_k1_final2.pdf“ | „Datenblatt Wasserkocher K1“ |
| Logo | „Grafik“ oder gar nichts | wird übersprungen |
| Hauptüberschrift | „Wasserkocher K1, 1,7 Liter“ als normaler Text, Sprung per Überschriftentaste nicht möglich | „Überschrift Ebene 1, Wasserkocher K1, 1,7 Liter“ |
| Produktfoto | kommt erst nach der Tabelle, „Grafik“ oder nichts | „Grafik, Wasserkocher K1 aus gebürstetem Edelstahl mit schwarzem Griff auf seinem runden Sockel“ |
| Ausstattung | drei einzelne Absätze, je mit „Punkt“ oder „Aufzählungszeichen“ vorneweg | „Liste mit 3 Einträgen, Abschaltautomatik …“ |
| Tabelle | „Tabelle, Merkmal, Wert, Fassungsvermögen, 1,7 Liter …“ als Folge von Zellen; wer in der Wert-Spalte steht, hört nicht, zu welchem Merkmal sie gehört | beim Wechsel in die Wert-Spalte: „Wert, Fassungsvermögen, 1,7 Liter“, also mit Kopfzelle |
| Fußzeile | „Seite 1 von 1“ mitten im Inhalt | wird übersprungen |
Hören Sie bei Ihrem eigenen PDF selbst nach, mit einem Screenreader wie NVDA oder VoiceOver oder mit der Screenreader-Vorschau von PAC.
Prüfergebnis vorher und nachher nach Matterhorn-Protokoll
Das Matterhorn-Protokoll ist laut PDF Association „a list of all the possible ways to fail PDF/UA-1“, also eine Liste aller Wege, an PDF/UA-1 zu scheitern. Es hat laut Protokoll 31 Prüfpunkte mit 136 Fehlerbedingungen. 87 davon kann laut Protokoll Software allein entscheiden (Spalte „How“: M), 47 brauchen in der Regel menschliches Urteil (H), und für 2 gibt es keinen eigenen Test.
Der laut seiner FAQ kostenlose PDF Accessibility Checker (PAC) nennt das Matterhorn-Protokoll auf seiner Seite Die Grundlagen verstehen einen „Prüfkatalog für PDF/UA-Konformität“ und schreibt dort, 108 der 136 Fehlerbedingungen seien maschinell prüfbar. Das Protokoll selbst ordnet nur 87 der Maschine zu; die Zahlen in diesem Artikel folgen dem Protokoll. PAC ordnet jedes Ergebnis laut Kurzanleitung einer von vier Kategorien zu: Bestanden, Warnung, Fehler, Nicht anwendbar; dazu kommt bei internen Problemen „Technischer Fehler“. Wie PAC die einzelnen Prüfpunkte in seiner Oberfläche benennt, kann von den englischen Namen unten abweichen. Wie Sie den PAC-Bericht Zeile für Zeile lesen, steht in PDF-Barrierefreiheit prüfen: PAC-Bericht lesen.
Die Spalte „Vorher“ und „Nachher“ ist das Ergebnis, das wir für unser Beispiel erwarten, kein Lauf mit einer echten Datei.
Was Software findet (How = M)
| Prüfpunkt | Fehlerbedingung (wörtlich) | Vorher | Nachher |
|---|---|---|---|
| 06 Metadata | 06-002 The XMP metadata stream in the Catalog dictionary does not include the PDF/UA identifier. | Fehler | bestanden |
| 06 Metadata | 06-003 XMP metadata stream does not contain dc:title | Fehler | bestanden |
| 07 Dictionary | 07-001 ViewerPreferences dictionary of the Catalog dictionary does not contain a DisplayDocTitle entry. | Fehler | bestanden |
| 11 Declared Natural Language | 11-001 Natural language for text in page content cannot be determined. | Fehler | bestanden |
| 13 Graphics | 13-004 <Figure> tag alternative or replacement text missing. | Fehler, zweimal | bestanden |
| 15 Tables | 15-003 In a table not organized with Headers attributes and IDs, a <TH> cell does not contain a Scope attribute. | nicht anwendbar, weil es keine TH gibt | bestanden |
| 14 Headings | 14-002 Does use numbered headings, but the first heading tag is not <H1>. | nicht anwendbar, weil es keine Überschriften gibt | bestanden |
| 09 Appropriate Tags | 09-005 A list-related structure element is used in a way that does not conform to Table 336 in ISO 32000-1. | nicht anwendbar, weil es keine Liste gibt | bestanden |
Die Falle in dieser Tabelle: Bei Kopfzellen, Überschriften und Listen meldet die Vorher-Datei keinen Fehler, nicht weil sie gut ist, sondern weil sie keine TH-Zellen, keine H-Tags und kein L-Element hat; die Prüfung ist dann nicht anwendbar. Ein „nicht anwendbar“ bei Überschriften, Listen oder Tabellen-Kopfzellen in einem Dokument, das sichtbar Überschriften, Aufzählungen und Tabellen mit Kopfzeile enthält, ist deshalb ein Warnsignal.
Was nur Sie sehen (How = H)
Diese Fehler hat unsere Vorher-Datei auch (bis auf 06-004, das ohne Titel entfällt), aber eine Software kann sie laut Matterhorn-Protokoll meist nicht sicher erkennen. Laut dem Protokoll brauchen 47 der 136 Fehlerbedingungen in der Regel menschliches Urteil.
| Prüfpunkt | Fehlerbedingung (wörtlich) | Vorher | Nachher |
|---|---|---|---|
| 01 Real content tagged | 01-001 Artifact is tagged as real content. | Logo und Seitenzahl als Inhalt | Artefakte |
| 09 Appropriate Tags | 09-001 Tags are not in logical reading order. | rechte Spalte vor der linken | links vor rechts |
| 14 Headings | 14-001 Headings are not tagged. | vier Überschriften als P | H1 und H2 |
| 15 Tables | 15-001 A row has a header cell, but that header cell is not tagged as a header. | „Fassungsvermögen“ als TD | TH mit Scope Row |
| 15 Tables | 15-002 A column has a header cell, but that header cell is not tagged as a header. | „Merkmal“, „Wert“ als TD | TH mit Scope Column |
| 16 Lists | 16-003 Content is a list but is not tagged as a list. | drei P mit Punkt | L mit LI |
| 18 Page Headers and Footers | 18-001 Headers and footers are not marked as pagination artifacts. | „Seite 1 von 1“ als P | Artefakt |
| 06 Metadata | 06-004 dc:title does not clearly identify the document | entfällt, Titel fehlt ganz | „Datenblatt Wasserkocher K1“ ist eindeutig |
Für diese Punkte bietet PAC laut Grundlagen-Seite die Screenreader-Vorschau und die Ansicht Logische Struktur. Zusätzlich hat PAC einen Bereich Qualität mit Prüfungen wie „Vorhandensein von Überschriften“, „Gültigkeit des Dokumenttitels“, „Korrektheit des Sprachattributs“ und „Vollständigkeit der "Table"-Elemente“, die laut PAC auf mögliche Fehler hinweisen, aber „keine offiziellen technischen Kriterien“ sind.
Ganz ohne Tags sähe das Ergebnis anders aus: Dann ist jeder Inhalt weder Artefakt noch getaggter Inhalt, die Fehlerbedingung 01-005 „Content is neither marked as Artifact nor tagged as real content.“ Die Screenreader-Vorschau bleibt leer, und Adobe warnt in der Hilfe zum Erstellen barrierefreier PDFs: „Einige Benutzer, etwa diejenigen, die ein Sprachausgabeprogramm verwenden, werden Seiten ohne Tags nicht bemerken.“
Grün heißt nicht fertig. Die PAC-FAQ sagt: „Wenn alle Haken grün sind bei den Reitern PDF/UA und WCAG, dann sagt dies nur aus, dass alle automatisch prüfbaren Anforderungen erfüllt sind.“ Das Prüfergebnis könne „keine rechtliche Verbindlichkeit aufweisen“. PAC ist laut derselben Seite eine „eigenständige Windows-Desktop-Anwendung“.
Wie Sie vom Vorher zum Nachher kommen
Der schnellste Weg ist fast immer, die Quelldatei zu reparieren und neu zu exportieren, statt das PDF zu flicken:
- In Word: Überschriften mit den Formatvorlagen, Aufzählung mit der Listenfunktion, Tabelle mit Kopfzeile, Alternativtext am Foto, dann barrierefrei exportieren. Jeder Schritt steht in Barrierefreie PDF erstellen: Anleitung für Word.
- In LibreOffice: Beim Export wählen Sie laut LibreOffice-Hilfe auf dem Register Allgemein die Option Barrierefreiheit (PDF/UA), die eine Datei nach den Anforderungen von PDF/UA (ISO 14289) erstellen soll.
- Nur das PDF vorhanden: In Acrobat Pro setzen Sie Tags, Lesereihenfolge und Artefakte von Hand, wie in PDF-Tagging selbst machen beschrieben. Titel, Titelanzeige und Sprache setzen Sie dort laut W3C unter File → Properties: Titel auf dem Register Description (PDF18), Anzeige des Titels unter Initial View, Bereich Window Options, Show: Document Title, und die Sprache unter Advanced, Reading Options, Language (PDF16). Die Namen sind die englischen aus der W3C-Beschreibung; in der deutschen Oberfläche heißen sie anders.
Danach prüfen Sie mit PAC und mit der Checkliste unten.
Checkliste: Ist mein PDF wie das Nachher-Beispiel?
Gehen Sie die Punkte für jedes PDF im Shop einmal durch. Wo „PAC“ steht, finden Sie die Angabe in PAC; die Bereiche Dokumenteigenschaften (Titel, Hauptsprache, Anzahl der Tags), Screenreader-Vorschau, Logische Struktur und Dokumentstatistik beschreibt die PAC-Kurzanleitung.
| Nr. | Prüffrage | Wo Sie nachsehen | Nachher-Beispiel |
|---|---|---|---|
| 1 | Hat das PDF überhaupt Tags? | PAC, Dokumenteigenschaften: Anzahl der Tags größer als null | ja |
| 2 | Steht oben im Fenster ein sprechender Titel statt des Dateinamens? | PDF öffnen und Titelleiste ansehen; PAC, Dokumenteigenschaften: Titel | „Datenblatt Wasserkocher K1“ |
| 3 | Ist die Sprache festgelegt und richtig? | PAC, Dokumenteigenschaften: Hauptsprache | Deutsch |
| 4 | Ist jede sichtbare Überschrift ein H-Tag, beginnend mit H1, ohne Sprung? | PAC, Screenreader-Vorschau oder Logische Struktur | H1, dann H2 |
| 5 | Stimmt die Reihenfolge im Baum mit der Lesereihenfolge überein, auch bei zwei Spalten? | PAC, Logische Struktur, Seitenansicht | links vor rechts |
| 6 | Hat jedes Bild mit Aussage einen Alternativtext, der dieselbe Information gibt? | PAC, Detail-Bericht; Text selbst lesen | ja, Foto beschrieben |
| 7 | Sind Logo, Linien, Kopf- und Fußzeilen Artefakte? | PAC, Logische Struktur, Artefakte | ja |
| 8 | Sind Aufzählungen als L, LI, Lbl, LBody getaggt? | PAC, Logische Struktur | ja |
| 9 | Sind die Kopfzellen jeder Tabelle TH mit Scope? | PAC, Logische Struktur, Eigenschaften der Zelle | Spalte und Zeile |
| 10 | Meldet PAC „nicht anwendbar“ für Überschriften, Listen oder Tabellen-Kopfzellen, obwohl das Dokument sichtbar welche hat? | PAC, zusammenfassender Bericht und Detail-Bericht | nein |
| 11 | Ist die PDF/UA-Kennung gesetzt? | PAC meldet sonst 06-002 als Fehler | ja |
| 12 | Klingt das Vorlesen sinnvoll, von oben bis unten? | Screenreader oder PAC, Screenreader-Vorschau | ja |
Entspricht Ihre Antwort in jeder Zeile der Spalte „Nachher-Beispiel“ und meldet PAC keine Fehler, entspricht Ihr PDF dem Nachher-Beispiel. Mehr Fälle als dieses Beispiel abdeckt, etwa Formulare, Links oder mehrseitige Tabellen, stehen in den Anleitungen, die der Überblick PDF/UA im Onlineshop verlinkt.
Warum das für Shop-PDFs zählt
Bei der Überwachung von Dienstleistungen prüft die Marktüberwachungsbehörde laut Anlage 1 BFSG (Nummer 2 Buchstabe b Doppelbuchstabe ee) nicht nur Seiten, sondern auch „mindestens ein relevantes abrufbares Dokument, falls vorhanden, für jede Art von Dienst, der von der Webseite oder mobilen Anwendung bereitgestellt wird, und für jeden anderen Hauptzweck“. Nach unserer Lesart kann damit auch ein Datenblatt als PDF in eine Stichprobe geraten, wenn Ihr Shop unter das Gesetz fällt. Ob das für Sie gilt, klärt der Überblick BFSG für Onlineshops.
Dieser Ratgeber ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel klären Sie Ihren Fall mit der Bundesfachstelle Barrierefreiheit oder einer Anwältin oder einem Anwalt.
Ihr nächster Schritt
Prüfen Sie neben Ihren PDFs auch den Shop selbst mit dem kostenlosen Scan. Er prüft Startseite, Produktseite und Warenkorb und zeigt, was zuerst behoben werden sollte. Ein automatischer Scan findet nur einen Teil der Barrieren; die Prüfung von Hand ersetzt er nicht.
Stand: 01.11.2026. Quellen gelesen am 01.11.2026.