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Ratgeber

Shopware 6 barrierefrei: was der Standard schon kann und was Sie selbst tun

Veröffentlicht am 20. Oktober 2026

Shopware 6 bringt im Standard-Storefront einiges an Barrierefreiheit mit: Shopware verfolgt dort nach eigener Angabe das Ziel WCAG 2.1 AA und BITV 2.0, und ab Version 6.7 sind alle bisherigen Verbesserungen fest eingeschaltet. Barrierefrei wird Ihr Shop damit aber noch nicht, denn Alt-Texte, Farben, Erlebniswelten, Plugins, ein gekauftes Theme und die Barrierefreiheitserklärung liegen bei Ihnen.

Den Vergleich mit Shopify, WooCommerce, JTL und anderen Systemen finden Sie in Barrierefreier Onlineshop: was Shopsysteme leisten und was Sie selbst tun müssen. Dieser Artikel geht für Shopware 6 in die Tiefe: welche Version was kann, wie Sie den Schalter in der .env setzen, wo Sie im Admin klicken und wie Sie Erlebniswelten und Plugins prüfen.

Wer verantwortlich ist

Ein Onlineshop für Verbraucher ist eine „Dienstleistung im elektronischen Geschäftsverkehr“ nach § 1 Abs. 3 Nr. 5 BFSG. Nach § 14 Abs. 3 BFSG gewährleistet der Dienstleistungserbringer, dass die Anforderungen stets erfüllt werden, solange er die Dienstleistung anbietet. Das sind Sie als Shopbetreiber, nicht Shopware, nicht Ihr Theme-Anbieter und nicht Ihre Agentur. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, nimmt § 3 Abs. 3 BFSG aus; ob das für Sie gilt, prüfen Sie mit BFSG-Ausnahme für Kleinstunternehmen.

Was technisch verlangt ist, steht in der Verordnung zum BFSG. Nach § 12 Nr. 3 BFSGV müssen Webseiten einschließlich der zugehörigen Online-Anwendungen „wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust“ gestaltet werden. § 19 BFSGV verlangt das für den Onlinehandel zusätzlich für Identifizierungs-, Authentifizierungs-, Sicherheits- und Zahlungsfunktionen. Auslegung: Das betrifft den ganzen Shop, also auch das, was Plugins in Ihren Storefront einbauen.

Was Shopware selbst angibt

Die folgende Tabelle enthält nur, was Shopware veröffentlicht hat.

ThemaWas Shopware sagtQuelle
MaßstabZiel für den Storefront: WCAG 2.1 AA und BITV 2.0Accessibility in the Storefront
Offene PunkteEs gibt noch offene Barrierefreiheitsfehler, gesammelt auf GitHubdieselbe Seite, offene Issues mit dem Label area/accessibility
AuslieferungVerbesserungen kommen laufend in Nebenversionen, es gibt kein einzelnes großes „Barrierefreiheits-Release“Accessibility in the Storefront
Shopware 6.6Verbesserungen eingeführt; Änderungen, die Templates brechen können, nur mit dem Schalter ACCESSIBILITY_TWEAKSdieselbe Seite
Shopware 6.7Erschienen am 17.06.2025; die zuvor versteckten Verbesserungen sind ab 6.7 standardmäßig aktivShopware-Blog zu 6.7
Shopware 5Keine Unterstützung für BarrierefreiheitAccessibility in the Storefront
TestsAutomatische Tests mit Playwright und axedieselbe Seite

Was sich in 6.7 konkret ändert, steht im Upgrade-Leitfaden zu 6.7 unter „Accessibility Compliance“. Einige Beispiele daraus:

Auslegung: Das sind genau die Stellen, an denen Screenreader- und Tastaturnutzer in älteren Versionen hängen bleiben. Ein gekauftes Theme oder ein Plugin, das diese Templates überschreibt, kann die Verbesserungen aber wieder aufheben.

Entscheidungstabelle: Shopware 5, 6.5, 6.6 oder 6.7, was tun?

Ihre Version sehen Sie im Admin unter Einstellungen > System > Shopware-Update; laut Shopware-Hilfe zum Update wird dort die aktuelle Version angezeigt.

Ihre VersionWas im Storefront aktiv istWas Sie tunWer es macht
Shopware 5Laut Shopware keine Unterstützung für BarrierefreiheitUmstieg auf Shopware 6 planen; Verbesserungen für Version 5 gibt es laut Shopware nichtAgentur
6.5Die Übersicht der Verbesserungen beginnt mit 6.6; für 6.5 nennt Shopware keineUpdate planen, am besten direkt auf 6.7; bei einem Major-Update sind laut Shopware alle Erweiterungen zu deaktivierenAgentur oder Hoster
6.6 ohne SchalterNur die Verbesserungen ohne Bruchgefahr, etwa beschriftete Mengenauswahl, ein Schließmechanismus für das Navigationsmenü, Fokus springt nach dem Schließen eines Fensters nicht mehr nach obenSchalter ACCESSIBILITY_TWEAKS in einer Testumgebung einschalten und prüfen, oder gleich auf 6.7 gehenAgentur oder Sie mit Serverzugang
6.6 mit SchalterAlle bis dahin verfügbaren Verbesserungen, auch die mit Template-ÄnderungenTheme und Plugins prüfen, ob sie mit den neuen Templates funktionierenAgentur, Theme- und Plugin-Anbieter
6.7Alle Verbesserungen fest eingeschaltet, kein Schalter nötigAuf der neuesten 6.7-Nebenversion bleiben, Theme und Plugins prüfen, eigene Inhalte pflegenSie, Agentur für Updates

Die Beispiele für 6.6 stammen aus der Liste der Verbesserungen mit Versionsnummern auf der Seite Accessibility in the Storefront. Dort ist für jede Verbesserung vermerkt, ob sie eine „breaking change“ ist und damit nur mit dem Schalter greift; das gilt etwa für die Darstellung bei 200 Prozent Textgröße, die Blätterfunktion mit Links und den Slider. Zur Unterstützung: Laut Shopware-Blog zu 6.7 ist 6.6 mit dem Erscheinen von 6.7 in die erweiterte Unterstützung gewechselt, es bekommt also weiter Sicherheitsupdates, aber keine neuen Funktionen.

Schritt für Schritt: den Schalter in Shopware 6.6 setzen

Den Schalter ACCESSIBILITY_TWEAKS gibt es nicht im Admin. Er steht laut Shopware-Entwicklerdoku in der Datei .env im Hauptverzeichnis Ihrer Shopware-Installation. Sie brauchen dafür Zugang zum Server, den hat meist Ihre Agentur oder Ihr Hoster.

  1. Testumgebung anlegen. Shopware empfiehlt in der Hilfe zum Update, vorab eine Testumgebung anzulegen; wie das geht, zeigt die Anleitung zur Testumgebung. Für den Schalter gilt das genauso, weil er Templates verändert.
  2. Backup sicherstellen. Laut Shopware-Hilfe zum Update erstellt Shopware selbst keine Backups; das übernimmt Ihr Server oder Ihr Hoster.
  3. Zeile in der .env ergänzen: ACCESSIBILITY_TWEAKS=1
  4. Theme neu kompilieren, damit auch die Stiländerungen wie die größere Schrift greifen. Der Befehl laut Shopware: bin/console theme:compile
  5. Storefront prüfen. Gehen Sie die Kaufstrecke einmal mit Maus und einmal nur mit der Tastatur durch (siehe Prüflisten unten). Shopware warnt, dass Erweiterungen, die dieselben Bereiche verändern, durch die neuen Templates unerwartet reagieren können.
  6. Erst dann im Live-Shop einschalten.

Ihre Agentur kann so auch vorab testen, ob Theme und Plugins das Update auf 6.7 vertragen, denn dort sind dieselben Änderungen fest eingebaut.

Schritt für Schritt: Update auf 6.7

Das Update selbst beschreibt die Shopware-Hilfe zum Update. Für die Barrierefreiheit kommt es auf diese Punkte an:

  1. Erweiterungen prüfen. Unter Einstellungen > System > Shopware-Update zeigt der Updater bei jeder Erweiterung „Bereits kompatibel“, „Mit der neuen Shopware Version“ oder „Nicht kompatibel“. Die Kompatibilität sehen Sie auch im Shopware Store oder in Ihrem Shopware-Account unter Lizenzen.
  2. Inkompatible Erweiterungen entfernen, bevor Sie updaten. Laut Shopware dürfen unter Meine Erweiterungen keine inkompatiblen Erweiterungen stehen, egal ob aktiv oder nicht.
  3. Theme-Anbieter fragen, ob die Theme-Version für 6.7 die Änderungen aus dem Upgrade-Leitfaden übernimmt. Die Theme-Hersteller ThemeWare und Zenit schreiben in ihren Hilfeseiten (ThemeWare, Zenit), dass ihre Themes die Shopware-Anpassungen übernehmen; welche Verbesserungen in Ihrer Theme-Version stecken, steht laut ThemeWare im Changelog.
  4. Nach dem Update prüfen. Ein Theme oder Plugin, das alte Templates überschreibt, kann eine Verbesserung von Shopware wieder entfernen. Das sehen Sie nur, wenn Sie testen.

Was Sie im Shopware-Admin selbst einstellen

Alt-Texte für Bilder

Alt-Texte pflegen Sie pro Bild unter Inhalte > Medien. Laut Shopware-Hilfe zu Medien wählen Sie das Medium aus und ändern rechts unter Metadaten den Namen, den Alt-Text und den Meta-Titel. Im Bereich „Wird verwendet in“ sehen Sie, wo im Shop das Bild vorkommt, mit direkten Links dorthin.

So gehen Sie vor:

  1. Inhalte > Medien öffnen.
  2. Den Ordner mit Ihren Produktbildern öffnen und ein Bild anklicken.
  3. Unter Metadaten einen Alt-Text eintragen, der beschreibt, was auf dem Bild zu sehen ist.
  4. Unter „Wird verwendet in“ prüfen, ob das Bild noch an anderer Stelle steht, wo der Text nicht passt.

Beispiel: Statt „IMG_4711“ oder „Tasse“ schreiben Sie „Steingut-Tasse in Mattgrün, 300 ml, mit Henkel“. Das passende Kriterium ist WCAG 1.1.1 Nicht-Text-Inhalt. Rein dekorative Bilder brauchen keinen beschreibenden Text; für Slider gibt es dafür eine eigene Einstellung (siehe unten).

Farben und Kontraste im Theme

Farben stellen Sie unter Inhalte > Themes in der Theme-Konfiguration ein. Laut Shopware-Hilfe zu Themes gibt es dort die Bereiche Theme-Farben (mit der Primärfarbe, die im Standard-Theme etwa in Überschriften und Links steckt), Status-Ausgaben, Typografie mit der Textfarbe und E-Commerce mit Kaufen-Button und Preis.

Prüfen Sie jede Farbe, auf der Text steht, gegen ihren Hintergrund. Normaler Text braucht nach WCAG 1.4.3 Kontrast (Minimum) ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1. Typische Problemstellen sind eine helle Primärfarbe als Linkfarbe, graue Preise, Statusmeldungen in Pastelltönen und weißer Text auf einem hellen Kaufen-Button.

Erlebniswelten

Erlebniswelten finden Sie unter Inhalte > Erlebniswelten. Damit bauen Sie Shopseiten, Landingpages sowie Kategorie- und Produktseiten. Die Shopware-Hilfe zu Erlebniswelten nennt mehrere Einstellungen, die Barrierefreiheit direkt betreffen:

Zum Hintergrund: Nach WCAG 2.2.2 Pausieren, Beenden, Ausblenden müssen sich bewegte Inhalte, die automatisch starten, länger als fünf Sekunden laufen und neben anderem Inhalt stehen, pausieren, beenden oder ausblenden lassen.

Prüfliste für Erlebniswelten

Gehen Sie jede Erlebniswelt einmal durch, mindestens Startseite, Ihre wichtigsten Kategorien und Landingpages. Die Spalte „Wo in Shopware“ nennt die Stelle laut Shopware-Hilfe; die Prüffragen sind unsere Empfehlung auf Grundlage der verlinkten WCAG-Kriterien.

ElementWas Sie prüfenWo in Shopware
Bild-SliderAutomatischer Wechsel aus? Falls an: lässt er sich anhalten? Rein schmückende Bilder als dekorativ markiert?Element-Einstellungen des Sliders: Automatischer Wechsel, Dekorative Bilder
Produkt-SliderAutomatischer Wechsel aus? Pfeile per Tastatur erreichbar?Element-Einstellungen: Automatischer Wechsel, Pfeil-Navigation
Bild-ElementeHat jedes inhaltstragende Bild einen Alt-Text? Steht wichtiger Text nur im Bild?Inhalte > Medien > Metadaten
Verlinkte BilderSagt der Alt-Text, wohin der Link führt?Element-Einstellungen: Link Typ, Link zu; Alt-Text in Medien
Text-ElementeEchte Überschriften statt fett gesetzter Zeilen? Linktexte verständlich ohne Umgebung?Texteditor im Element
Text auf BildernKontrast mindestens 4,5:1 auch an der hellsten Stelle des Bildes?Bild tauschen oder Text aus dem Bild nehmen
VideoKein automatisches Abspielen mit Ton? Untertitel vorhanden?Video-Block: Automatisch abspielen
YouTube, VimeoLäuft das eingebettete Video per Tastatur? Untertitel beim Anbieter hinterlegt?Video-Block; Untertitel beim Videoanbieter
Kategorie-LayoutEine Überschrift h1 pro Seite? (In 6.7 haben die Standardlayouts laut Upgrade-Leitfaden eine)Erlebniswelten, Kategorie unter Kataloge > Kategorien
VergrößerungBleibt die Seite bei 200 Prozent Zoom bedienbar (WCAG 1.4.4)?Theme oder Agentur

Prüfliste für Plugins und Theme

Für Plugins im Shopware Store verlangen die Store-Qualitätsrichtlinien einen Lighthouse-Test vor und nach dem Aktivieren; deutliche Verschlechterungen unter anderem bei der Barrierefreiheit können in der Prüfung zur Ablehnung führen. Laut Shopware-Entwicklerdoku können Entwickler ihre Erweiterung selbst als barrierefrei einstufen. Auslegung: Das ist eine Mindestprüfung, kein Nachweis, dass ein Plugin in Ihrem Shop die WCAG erfüllt.

So gehen Sie vor:

  1. Liste anlegen. Unter Erweiterungen > Meine Erweiterungen alle Plugins notieren, die im Storefront etwas anzeigen: Cookie-Banner, Bewertungen, Filter, Suche, Chat, Pop-ups, Zahlungsarten, Upselling im Warenkorb.
  2. Anbieter fragen. Bitten Sie jeden Anbieter schriftlich um einen Konformitätsbericht (oft „VPAT“ oder „ACR“ genannt), um die Angabe, ob das Plugin mit 6.7 oder mit ACCESSIBILITY_TWEAKS getestet ist, und um einen Termin für bekannte Fehler. Antworten ablegen.
  3. Einzeln testen. In der Testumgebung jedes Plugin einzeln deaktivieren und schauen, ob ein Problem verschwindet.
  4. Ersetzen statt überdecken. Ein Plugin, das nicht bedienbar ist und dessen Anbieter nicht reagiert, ersetzen Sie. Ein Overlay-Widget mit Schriftgrößen- und Kontrastknöpfen behebt die Ursache nicht.

Bei jedem Plugin, das im Storefront etwas zeigt, prüfen Sie:

PrüfpunktWoran Sie es erkennenWCAG
Per Tastatur bedienbarMit Tab erreichbar, mit Enter oder Leertaste auslösbar2.1.1 Tastatur
Fokus sichtbarSie sehen immer, wo Sie gerade sind2.4.7 Fokus sichtbar
Fokus nicht verdecktCookie-Banner, Chat-Knopf oder fixierte Leisten liegen nicht über dem gerade fokussierten Element2.4.11 Fokus nicht verdeckt
Pop-ups schließbarMit Escape oder einem beschrifteten Schließen-Knopf; danach steht der Fokus wieder an einer sinnvollen Stelle2.1.1, 2.4.3 Fokus-Reihenfolge
KontrastText im Plugin mindestens 4,5:11.4.3 Kontrast
AnmeldungKein Abtippen von Codes ohne Einfügen oder Passwortmanager3.3.8 Barrierefreie Authentifizierung

Die Punkte Fokus in Fenstern, beschriftete Formularfelder, Alt-Texte und Ansagen bei sich ändernden Inhalten nennt Shopware selbst als häufige Fehler in Erweiterungen; geben Sie die Storefront-Checkliste von Shopware Ihrer Agentur als Abnahmekriterium mit. Wie Sie den Warenkorb und die Kaufstrecke mit Zahlungs-Plugins Schritt für Schritt testen, zeigt Barrierefreier Checkout: Warenkorb und Kaufstrecke prüfen.

Barrierefreiheitserklärung in Shopware einbinden

Eine eigene Shopware-Vorlage für die Barrierefreiheitserklärung haben wir in der Shopware-Dokumentation nicht gefunden. Die Pflicht kommt aus § 14 Abs. 1 Nr. 2 BFSG: Sie erstellen die Informationen nach Anlage 3 BFSG und machen sie der Allgemeinheit in barrierefreier Form zugänglich. Den Inhalt liefert das Muster für die Barrierefreiheitserklärung im Onlineshop.

In Shopware geht das mit Bordmitteln:

  1. Layout anlegen. Unter Inhalte > Erlebniswelten ein neues Layout vom Typ Shopseite erstellen und den Text in ein Text-Element setzen, mit echten Überschriften.
  2. Seite in die Navigation hängen. Unter Kataloge > Kategorien eine neue Kategorie vom Typ „Seite / Liste“ anlegen und ihr im Tab Layout das neue Layout zuweisen. Bei der Footer-Navigation legen Sie sie unter einer der Spaltenüberschriften an, denn laut Shopware-Hilfe zu Verkaufskanälen bildet im Standard-Theme die Ebene direkt unter dem „Einstiegspunkt für die Footer-Navigation“ die Überschriften und erst die Ebene darunter die anklickbaren Menüpunkte. Den Einstiegspunkt sehen Sie im Verkaufskanal unter „Einstiegspunkt für die Footer-Navigation“. Die Kategorietypen beschreibt die Shopware-Hilfe zu Kategorien.
  3. Prüfen. Im Storefront nachsehen, ob der Link im Footer steht und die Seite per Tastatur erreichbar ist.

Nennen Sie in der Erklärung ehrlich, was noch nicht funktioniert, etwa ein Plugin, für das der Anbieter eine Korrektur angekündigt hat. Legen Sie auf derselben Seite einen Meldeweg für Barrieren an. Bei Nichtkonformität verlangt § 14 Abs. 4 BFSG Korrekturmaßnahmen und, wenn der Shop die Anforderungen nicht erfüllt, die unverzügliche Information der Marktüberwachungsbehörde.

Reihenfolge für Ihren Shopware-Shop

  1. Version unter Einstellungen > System > Shopware-Update nachsehen und mit der Entscheidungstabelle oben einordnen.
  2. Auf 6.7 updaten oder in 6.6 den Schalter ACCESSIBILITY_TWEAKS in der Testumgebung setzen.
  3. Theme-Anbieter und Plugin-Anbieter schriftlich fragen, Antworten ablegen.
  4. Alt-Texte unter Inhalte > Medien, Farben unter Inhalte > Themes, Slider und Videos in den Erlebniswelten korrigieren.
  5. Kaufstrecke nur mit der Tastatur durchspielen.
  6. Barrierefreiheitserklärung und Meldeweg veröffentlichen.
  7. Nach jedem Shopware-Update, Theme-Update und neuen Plugin erneut prüfen.

Den Ablauf über das Shopsystem hinaus, vom ersten Messen bis zur laufenden Kontrolle, beschreibt Website barrierefrei machen: Fahrplan in 7 Schritten.

Ihr nächster Schritt

Der kostenlose Scan prüft Ihre Startseite, eine Produktseite und den Warenkorb gegen die WCAG-Regeln und zeigt, was zuerst behoben werden sollte, ohne Konto und ohne Zugang zu Ihrem Shopsystem. So sehen Sie, wo Sie mit den Prüflisten oben anfangen. Automatische Werkzeuge finden nur einen Teil aller Barrieren; den Tastaturtest der Kaufstrecke, die Prüfung Ihrer Plugins und die Fragen an Theme- und Plugin-Anbieter machen Sie zusätzlich von Hand.

Dieser Ratgeber ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel klären Sie Ihren Fall mit der Bundesfachstelle Barrierefreiheit oder einer Anwältin oder einem Anwalt.

Stand: 20.10.2026. Quellen gelesen am 20.10.2026.

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Wir prüfen

  1. Startseite in einem echten Browser öffnen
  2. Automatisch nach WCAG 2.2 AA prüfen, mit axe-core
  3. Bis zu drei Unterseiten prüfen: ein Produkt, den Warenkorb, die Barrierefreiheitserklärung
  4. Ergebnis mit Punktzahl und den wichtigsten Befunden zusammenstellen